NABU Ulm/Neu-Ulm
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Arnegger Ried - Nistplätze schaffen - Rote Wand - Fundvogel-Betreuung - Kindergruppe - Glas-Unfälle - Stellungnahmen - Foto-Galerie
 
Arnegger Ried
Das Arnegger Ried
Projektgebiet des NABU Ulm/Neu-Ulm

Im Tal der Blau steht das Grundwasser hoch und einst war der Fluss von Riedwiesen gesäumt. Meliorations-Maßnahmen für die Landwirtschaft ließen das Ried fast überall verschwinden. Das Arnegger Ried, in dem noch bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts Torf gestochen wurde, begann zu verbuschen. Seit den 60er Jahren kaufte der NABU hier Grundstücke auf und 1972 gelang es, das Gebiet unter Schutz zu stellen. Seit 1991 wird das Gebiet von der Gruppe Ulm/Neu-Ulm betreut. Alle Pflegemaßnahmen werden mit den Behörden abgesprochen.

Ziel unserer Arbeit ist es, den Niedermoor-Charakter des Gebiets wieder herzustellen. Noch sind an einigen Standorten die kennzeichnenden Pflanzenarten zu finden: Fieberklee, Helm-Knabenkraut, Spatelblättriges Greiskraut. Artenreich ist auch der Insektenbestand, besonders Libellen und Heuschrecken. Die Bekassine - ein typischer Vogel der feuchten Wiesen - ist leider verschwunden.

Seit 2005 werden einige Bereiche im Ried durch Beweidung mit Rindern offen gehalten. So kann sich der NABU auf die Pflege der empfindlicheren Schwingrasen und der ehemaligen Torfstiche konzentrieren. Wir hoffen, letztlich wieder Brut- und Rastplätze für Sumpf- und Feuchtwiesenvögel zu schaffen.

Die Beweidungserlaubnis war zunächst auf 5 Jahre befristet. Die Entwicklung der Flora und Fauna wurde beobachtet und 2009 ein insgesamt positives Ergebnis festgestellt:
1. Die Beweidung hat keine nachteiligen Auswirkungen auf Flora und Fauna.
2. Durch die Entlastung bei der Pflege konnte die offene Torfstichfläche als Heimat vieler seltener Arten deutlich vergrößert werden.
3. Schwankungen in den Populationen bei Flora und Fauna sind deutlich stärker von klimatischen Ereignissen abhängig als von Änderungen im Gebiets-Management.

Daher wurde das Projekt "Beweidung" um vorläufig weitere 5 Jahre verlängert. Es ist ein Fall von erfolgreicher Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.
 

 
Zaun ziehen
Das tun wir im Arnegger Ried
Regelmäßige Pflegemaßnahmen sind notwendig, um den Charakter des Arnegger Rieds als Niedermoor-Biotop zu erhalten. So müssen nachwachsende Gehölze entfernt werden, damit Wasserstellen und Tümpel nicht verlanden. In der Fotogalerie gibt es einige Einblicke in unsere Arbeit.
 

  Entwicklung des Gebiets
Das Arnegger Ried war auch in früheren Jahrhunderten keine stabile Landschaft. Wie das gesamte Blautal unterlag es durch menschliche Nutzung ständigen Veränderungen. Sie sind nur unvollständig dokumentiert. Unser Mitglied Norbert Röder hat anhand alter Berichte und Fotos die Vegetationsentwicklung des Gebiets seit etwa 1850 nachgezeichnet.

Durch unsere Pflegemaßnahmen soll sich das Arnegger Ried allmählich wieder zum offenen Niedermoor hin entwickeln. Wir beobachten und dokumentieren Flora und Fauna, um gegebenenfalls in Absprache mit den Naturschutzbehörden das Pflegekonzept korrigieren zu können.
Unsere Berichte seit Beginn der Beweidung:

Gebietsentwicklung 2005 Autor: Norbert Röder
Über Heuschrecken 2006 Autorin: Isa Wendland, Textauszug
Gebietsentwicklung 2006 Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2007 Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2008 Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2009 und Fazit Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2010 Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2011/2012 Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2013 Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2014 Autor: Norbert Röder
Gebietsentwicklung 2015 Autor: Norbert Röder, Diana May


  Rechtliche Grundlagen
Das Arnegger Ried wurde 1972 zum Naturschutzgebiet erklärt. In der Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg zum NSG Arnegger Ried können dazu die rechtlichen Grundlagen nachgelesen werden.
 

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